Ein Grad Celsius, so eben über Null.

10 Stunden nach Mitternacht.
15 Tage verstrichen seit Jahresbeginn.
Und heute lädt der Tag mich kühl aber freundlich zum Laufen ein, um wieder bisschen Sport zu treiben, um mich von den Gedanken der vergangenen Tage abzulenken.

Ein Wiedersehen unter’m trüben Himmel. Die Sonne verdunkelt und die Erinnerung doch klar. Der Wind recht zurückhaltend, die Wolken knapp über uns nieder gelegt und nehmen uns die Sicht in die Weite. Umrisse nur zu vermuten: Dort hinten bist Du, irgendwo hinter dieser weißen Wand, die Wand die in fast greifbarer Nähe scheint.

Traue mich nicht zu rasten, mich zu setzen um ein wenig nach Luft zu schnappen. Bleibe stehen und schaue, beobachte und warte. Einige Augenblicke verharre ich mit dem, nach vorne gerichteten leeren Blick und sehe Umrisse.

Fange an zu sprechen, zurückhaltend wie der Wind. Meine Lippen schweigen, spreche in mich, fange an zu erklären: „…die Sonnenuhr, das Äquatorsystem, der Himmelsnordpol, meine Vergangenheit, 16 Jahre, 21 Tage, heute,…“

Ein schönes Gefühl wieder „zu Hause“ zu sein, wieder bei dir, hier, heute.

Und nach dem Sport ist eine heiße Tasse Kakao doch okay, oder?!

hal

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