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Offener Brief an meine Brüder und Schwestern in Deutschland und Kurdistan

Wie oft wurdet Ihr auf Eurem Weg zum kurdischen Staat bereits reingelegt von Briten, von Franzosen und von US-Amerikanern? Wie oft hat man Euch einen eigenen Staat versprochen, wenn Ihr für die Imperialisten kämpft, und wie oft hat man Euch Euren Kampfeinsatz dann mit noch mehr Unterdrückung vergolten? Lest Ihr das nicht in den Geschichtsbüchern? Nun sollt Ihr also erneut einen Staat bekommen, dieses Mal in dem Gebilde, das wir heute Irak nennen. Sicherlich ist Euch aufgefallen, dass auch der diesmalige Plan von langer Hand vorbereitet worden ist. Sicherlich habt ihr Euch selbst darüber gewundert, warum ausgerechnet die Deutschen Euch bei Umgehung der irakischen Zentralregierung mit den modernsten Waffen ausgestattet haben. Die Deutschen, die so etwas tun, sind nur noch willenlose Handlanger des menschenverachtenden imperialistisch-kapitalistischen Mördersystems. Klar, war Euch das Recht, denn ihr musstet gegen die Monster des IS kämpfen. Und da hattet ihr wenig Zeit darüber nachzudenken, dass die Waffenlieferungen an Euch direkt oder indirekt aus der gleichen Quelle der Westlichen Welt stammten, wie die Monster, die Ihr bekämpfen solltet.

Jetzt habt Ihr also ein Referendum durchgeführt und wollt Euren eigenen Staat. Und es gibt sogar Staaten, die applaudieren. Sie heißen USA und Israel. Euch kann es ja egal sein, wer da applaudiert, Hauptsache ihr bekommt Euren eigenen Staat. Aber habt Ihr einmal darüber nachgedacht, warum ausgerechnet jenes zionistische Gebilde Euch einen Staat gewähren will, das den Palästinensern seit acht Jahrzehnten jedes politische Atemrecht raubt! Lasst Euch doch nicht zum Spielball der Raubmörder werden lassen!

Und was soll Euer eigener Staat dann bewirken? Klar, ihr werdet alles besser machen als alle anderen. Aber was geschieht dann mit den Arabern, den Türken, den Iranern, kurz allen Nichtkurden in Kurdistan. Behauptet nicht, dass es jene nicht gäbe. Im Orient gab es immer gut durchmischte Vielvölkerstaaten. Das war eine der Stärken jener Völker bis heute. Und was macht ihr dann, wenn die Gleichen, die Euch heute bewaffnen, um einen eigenen Staat zu bekommen, morgen dann Teile in Eurer Bevölkerung gegen andere Teile aufstacheln, kurdische Schiiten gegen kurdische Sunniten, Yeziden gegen kurdische Aleviten usw.?

Denkt einmal darüber nach, wessen Handlanger Ihr geworden seid und hört damit auf. Zurecht sagt Ihr, dass es Grenzen der Kolonialgebilde gibt, die Euch von den eigenen Verwandten abschneiden. Aber würde ein Kurdistan nicht neue Grenzen mit genau dem gleichen Effekt bewirken?

Meine Wenigkeit hat stattdessen einen besseren Vorschlag! Lasst uns Hand in Hand dafür eintreten, dass unsere Grenzen abgeschafft werden. Lasst uns für eine vereinigte Region Türkei, Iran, Irak, Syrien und viel mehr eintreten! Dann könnt ihr Eure Verwandten genau so leicht besuchen, wie heute Elsässer auf beiden Seite der ehemaligen Grenze von Erzfeinden ein Europa das können. Lasst uns für eine Stärkung durch Einheit und nicht Schwächung durch Spaltung eintreten. Die Grenzen, die uns trennen, sind Grenzen des weltweiten Verbrechersystems namens Kapitalismus. Die wahrhaftigen Religionen hingegen sagen, dass wir von einer Mutter und einem Vater abstammen und daher alle miteinander verwandt sind. Nächstenliebe sollte unsere Stärke sein und nicht Autonomie.

Die Welt ist aus dem Fugen geraten. Die Elite von wenigen superreichen Wahnsinnigen, die ihren Hals nie voll genug bekommen können, haben die Welt an den Rand des dritten Weltkrieges manövriert. Überall in der Welt wird der unmenschliche Nationalismus verbreitet, ein Nationalismus, der sich gegen andere richtet. Der deutsche Nationalist ist genauso hoffähig geworden wie der US-Nationalist und der katalanische Nationalist. Der Nationalismus wird verbreitet, weil die Macht des Imperiums schwindet. Immer mehr Menschen wollen im 21. Jahrhundert keine Kriege mehr führen, sondern in Frieden miteinander leben. Ohne Kriege können die wahnsinnigen Superreichen aber ihre Macht nicht ausbauen. Deswegen jagen sie den Sachsen auf Ausländer, die es Vorort gar nicht gibt, damit er nicht über die wirklichen Gründe seiner Unterdrückung nachdenkt. Sie jagen den Katalanen gegen die restlichen Spanier und umgekehrt, damit sie nicht darüber nachdenken, wie das Vermögen in dieser Welt verteilt ist. Würden wir uns zusammenschließen und einer Handvoll wahnsinniger Superreicher nur die Hälfte ihres Vermögens entreißen, gäbe es keine Armut und kein Elend mehr in dieser Welt! Du, mein lieber Bruder und meine liebe Schwester aus Kurdistan, sollst Dir keine weiteren Gedanken darüber machen, warum so viele Kinder in Euren Regionen an den Strahlungen von Uran-Munition missgebildet werden. Du sollst vergessen, wer Euch das eigentliche Unheil gebracht hat und so viele von Euch ermordet hat, wie es selbst der brutale Saddam nicht schaffen konnte. Du sollst nicht darüber nachdenken, wer Euch die IS beschert hat. Du sollst in dem Nationalismuswahn vernebelt werden, wie andere Völker auch. Du sollst nach Freiheit streben, einer Freiheit, die ein Nationalist niemals erreichen kann, denn er ist bereits Gefangener seines Ich!

Nationalismus ist ein teuflisches Gift, um die Massen zu spalten. Unser Schöpfer hat uns als freie Wesen erschaffen, die in der Nächstenliebe ihre Erfüllung finden können. Ich bin Deutscher, dessen Eltern Türken waren. Kannst Du mich als Deinen Bruder sehen? Wenn ja, dann lass uns Hand in Hand für eine freie Welt eintreten. Wenn Nein, dann bete ich für Dich, dass Du aus Deinen inneren Fesseln befreit werden kannst, denn Du bist mein Bruder oder meine Schwester.

Die Katalanen werden mit den gleichen Mitteln in eine Richtung gedrängt, die das vereinte Europa sprengen soll, denn das vereinte Europa ist zu einer Gefahr für das alte Imperium geworden. Russland ist eine Gefahr für das alte Imperium. China ist eine Gefahr für das alte Imperium. Aber die größte Gefahr überhaupt ist die Befreiungstheologie des wahren Islam, wie sie nach und nach immer mehr Völker der Region befreit. Auch dagegen sollst Du, mein lieber Bruder aus Kurdistan, missbraucht werden.

Lasst uns endlich den wahren Feind erkennen. Es ist die Ungerechtigkeit, mit der die Menschen aller Völker und aller Nationen beherrscht und zu Soundso-isten degradiert werden. Wir sind aber keine Soundso-isten sondern Menschen, Menschen die sich vor allem durch Menschlichkeit auszeichnen wollen. Menschlichkeit kennt keine künstlichen geographischen Grenzen. Lasst uns dafür einsetzen, dass Grenzen niedergerissen und nicht neu aufgebaut werden. Lasst uns dafür einsetzen, dass wir friedlich miteinander umgehen und nicht mit Waffen. Lasst und das Böse mit Gutem besiegen.

Meine lieben Brüder und Schwestern im Irak, die Ihr Euch Kurden nennt. Ihr lebt in einem Land, in dem Imam Husain sich und seine allernächsten Gefährten, seine Kinder und sein Baby geopfert haben, damit wir heute befreit werden können. Lasst uns dieses Erbe nicht mit Füßen treten. Lasst und gemeinsam im größten Marsch aller Nationen von Imam Ali zum Imam Husain marschieren. Lasst und diesen Marsch eines Tages ausweiten und für die Befreiung aller Völker eintreten. Dann sind wir alle Deutsche, Kurden, Türken, Iraner, Araber und was immer Ihr möchtet. Wenn Ihr die Vorreiter eines solchen Umdenkens werdet, dann bin ich auch Kurde! Vergesst niemals, dass in jedem Herzen der Geist Gottes schlägt und das Universum nur ein Abbild dessen ist, was in jedem einzelnen Herzen pulsiert. Lasst uns gemeinsam Gott suchen und dort finden, wo es kein „Ich“ mehr gibt, kein deutsches, kein kurdisches, kein türkisches, arabisches oder persisches Ich, sondern nur noch das Licht des Schöpfers, das durch jedes gereinigte Spiegelherz strahlen kann.

Es grüßte Euch von Herzen ein unbedeutender Bruder aus dem fernen Deutschland in der Hoffnung, dass bedeutende Brüder und Schwestern unter Euch diese bescheidene Botschaft verbessern und weitertragen.

Quelle 

Deutschlandfunk – Presseschau aus deutschen Zeitungen

Die Presseschau aus deutschen Zeitungen vom 30.6.2017 

Im Fokus steht das Verbot eines öffentlichen Auftritts für den türkischen Präsidenten Erdogan am Rande des bevorstehenden G20-Gipfels. Ferner befassen sich die Kommentatoren mit der Strafverschärfung für Raser.

„Soll Erdogan doch reden!“, ruft derKÖLNER STADT-ANZEIGER seinen Lesern zu: „Er kommt sowieso zum G-20-Gipfel nach Hamburg. Dort wird er sich auch nicht vorschreiben lassen, was er sagt und was nicht. Berlin war bislang im Umgang mit Erdogan gelassen. Es wäre klug, das auch zu bleiben.“


Die WESTDEUTSCHE ALLGEMEINE ZEITUNG argumentiert: „Ja, es ist empörend, dass Gegner der türkischen Regierung weiterhin unter fadenscheinigen Vorwänden in Gefängnissen festgehalten werden. Und ja, die Vorstellung, dass ein ausgemachter Demokratiefeind seine reaktionären, nationalistischen und oft auch schlicht beleidigenden Parolen vor einer jubelnden Menge wiederholt, schmerzt. Noch mehr schmerzt, dass eine solche Rede die Spaltung der Türkischstämmigen in Deutschland verfestigen, die Gräben zwischen Einwanderern und Alteingesessenen vertiefen würde. Aber manchmal muss man Freiheit einfach aushalten“, findet die W.A.Z.

„So einen Machthaber sollen wir reden lassen?“, fragen die NÜRNBERGER NACHRICHTEN: „Ja. Wir können, wir sollten das aushalten. Aber: Es ist Wahlkampf, da schrumpft der Spielraum für besonnene Töne. Da punkten Martin Schulz, Sigmar Gabriel und die Kanzlerin mit dem zweifelsohne äußerst populären Auftrittsverbot.“

„Wie sich doch die Zeiten ändern“, wundert sich der WESER-KURIER aus Bremen: „Kaum ist in Deutschland Wahlkampf, verschärft sich der Ton. Auf einmal kann die Politik klare Ansagen machen, die sie bisher ängstlich vermied, um den Despoten aus Ankara nicht zu provozieren – er könnte ja den Flüchtlingsdeal platzen lassen. Die befremdliche Haltung offenbart eine taktische Schwäche. Denn Erdogan zelebriert seine Situation genussvoll. Ob er reden darf oder nicht, er gewinnt immer. Falls ja, ist er der Held, falls nein, das Opfer deutscher ‚Faschisten‘. So wie er das deutsche Zaudern für seinen Referendumswahlkampf benutzte, benutzt er jetzt den deutschen Wahlkampf für seine innenpolitische Imagepflege. Warum? Weil deutsche Politiker sich benutzen lassen. Weil sie es nicht wagten, Position zu beziehen und notfalls auch zu handeln. Jetzt erscheinen Auftrittsverbote wohlfeil und bringen Wählerstimmen“, kritisiert der WESER-KURIER.

Die LANDESZEITUNG aus Lüneburg wirft ein: „Mag die prompte Reaktion auf Ankaras Auftrittsantrag auch mit der nahenden Bundestagswahl am 24. September zu tun haben, so ist die Verbotsentscheidung nicht weniger richtig. Erdogans neuerliche Inszenierung als ‚Opfer‘ hält Deutschland locker aus.“

Die FRANKFURTER ALLGEMEINE schreibt: „Das Redeverbot für Erdogan markiert einen neuen Tiefpunkt in den einst so guten Beziehungen, war aber unvermeidlich. Wie andere autoritäre Herrscher versteht Erdogan nur die Sprache der Stärke. Hassprediger haben hier nichts zu suchen, ob sie als Flüchtlinge kommen oder als Präsidenten.“

Die RHEINISCHE POST zählt auf: „Erdogan lässt Oppositionelle und Journalisten einsperren, zog Nazi-Vergleiche gegen Angela Merkel, ließ keinen Besuch bei der Bundeswehr in Incirlik zu. Es ist politisch nur folgerichtig, dass ihm die Bundesregierung einen Auftritt verbietet.“

In der Oldenburger NORDWEST-ZEITUNGist die Erleichterung förmlich zu spüren: „Endlich hat sich die Bundesregierung ermannt, dem türkischen Präsidenten Grenzen zu setzen. Steht zu hoffen, dass sich diese Haltung über den Wahltermin hinaus fortsetzt. Die Türkei ist durch Menschenrechtsverletzungen, destabilisierende Eroberungspolitik in Syrien und neo-panislamische Religionspolitik längst zu einem internationalen Problemfall geworden.“

Auch die SCHWÄBISCHE ZEITUNG aus Ravensburg ist in ihrer Haltung ziemlich deutlich: „Endlich traut sich die Bundesregierung, zeigt dem Autokraten aus Ankara eine klare Grenze auf und überwindet ihre maximale Vorsicht. Das Auftrittsverbot für den Neo-Sultan ist überfällig. Der Versuch, das Treffen der Mächtigen in Hamburg als Gelegenheit für eine Rede an seine Landsleute zu nutzen, dabei die türkische Gemeinde hierzulande weiter zu spalten und die Konflikte aus seinem Land zu importieren, kann nur dreist genannt werden. Nicht auszudenken, würde er in Deutschland für die Einführung der Todesstrafe in der Türkei werben“, überlegt dieSCHWÄBISCHE ZEITUNG.

DIE WELT ordnet die Geschehnisse so ein: „Am 15. Juli jährt sich zum ersten Mal der versuchte Putsch gegen Erdogan. Die Gedenkfeierlichkeiten in der Türkei dazu sollen am 10. Juli beginnen. Eröffnet werden sollten sie, so hatte sich Erdogan das offenbar gedacht, am Vorabend mit einem großen Auftritt in Deutschland – unmittelbar nach dem Ende des Hamburger G-20-Gipfels. Dieses Konzept hat die Bundesregierung ihm durchkreuzt. Es wird auf deutschem Boden keine Jubelveranstaltung zum gescheiterten Umsturzversuch geben, und das zu Recht. Denn der 15. Juli ist zugleich der erste Jahrestag der Aufhebung etlicher Freiheiten in der Türkei“, führt DIE WELTaus.

Der REUTLINGER GENERAL-ANZEIGERerinnert an die Auftrittsverbote für türkische Politiker vor dem umstrittenen Verfassungsreferendum in der Türkei am 16. April: „Brandschutzgründe, Polizistenmangel oder fehlende Parkplätze: Was musste nicht alles herhalten, um den Auftritt unerwünschter türkischer Politiker zu verhindern. Leidtragende waren die Gemeinden, die die Verbote durchzusetzen hatten, während sich die Verantwortlichen im Bund verlegen wegduckten.“

Die HANNOVERSCHE ALLGEMEINE ZEITUNG betont: „Käme der Präsident in Begleitung eines freigelassenen Deniz Yücel nach Hamburg, würden sich die Gefängnistore für all seine politischen Gegner in der Türkei öffnen, würde dort Meinungsfreiheit herrschen, die nun von den deutschen Gipfelgastgebern eingefordert wird, dann hätte es für Erdogan einen großen Auftritt in der Elbphilharmonie geben können.“

Zum Abschluss des Themas ein kurzer Blick in die ALLGEMEINE ZEITUNG aus Mainz: „Die Türkei, ein zu Recht stolzes und seit Jahrzehnten mit Deutschland freundschaftlich verbundenes Land, hat diesen Präsidenten genauso wenig verdient, wie die USA Trump verdient haben.“

Der Bundestag hat härtere Strafen für Raser beschlossen. Die NEUE OSNABRÜCKER ZEITUNG kommentiert: „Raser sind nicht mehr nur gefühlt, sondern ganz offiziell Straftäter. Aus Ordnungswidrigkeiten und Vergehen werden strafrechtlich relevante Verbrechen. Leider nur Symbolik, das Plenum folgt der Logik: härtere Strafen gleich weniger Straftaten. Das reicht nicht. Denn fahren die Raser erst im Rausch des Adrenalins, denken sie nicht an drohende Strafen. Der mögliche Entzug von Auto und Führerschein wäre zwar für die Fahrer schmerzhaft. Aber so weit darf es gar nicht erst kommen. Raser gehören sofort von der Polizei aus dem Verkehr gezogen. Mehr Kontrollen bedeuten aber höhere Kosten, die die Bundesregierung offenbar scheut: Gesetze zu erlassen ist preiswerter, als Personal und Mittel der Polizei aufzustocken“, bemängelt die NEUE OSNABRÜCKER ZEITUNG.

Die FRANKFURTER RUNDSCHAU überlegt: „Aber was ist mit den Rasern, die keine Rennen fahren, die ganz normal die Geschwindigkeit ein bisschen mehr oder weniger überschreiten? Zwei Dinge sind gewiss: Erstens sind sie keine Verbrecher (meistens jedenfalls nicht) und zweitens leben sie in Deutschland im Paradies. Nirgendwo in Europa wird mit der alltäglichen Raserei so nachsichtig und verständnisvoll, eben unverantwortlich umgegangen wie hier. Das überrascht nicht in dem Land, wo die ‚freie Fahrt für freie Bürger‘ erfunden wurde. Sie ging schon immer auf Kosten allzu vieler Unfallopfer. Daran wird auch die Härte im Umgang mit ‚Rennfahrern‘ nichts ändern.“

Quelle 

Gehirnwäsche im Auftrag des Imam

In der Türkei tobt der Machtkampf zwischen AKP-Chef Erdoğan und Anhängern des Imam Gülen. Die sektenartige Bewegung rekrutiert ihren Nachwuchs auch in Deutschland.

Von Volker Siefert

27. Dezember 2013, 14:29 Uhr

Die aktuelle Auseinandersetzung zwischen dem türkischen Premierminister Recep Tayyip Erdoğan und der islamischen Gülen-Bewegung dürften die meisten Deutschen für ein rein türkisches Problem halten. Doch sie findet auch hier statt. Denn Deutschland ist für die Anhänger von Imam Fethullah Gülen ein wichtiger Aktionsraum.

Nirgendwo sonst leben mehr türkischstämmige Menschen außerhalb ihrer Herkunftsheimat. Nach Schätzungen der US-Soziologin Helen Rose Ebaugh gelingt es Gülen, 10 bis 15 Prozent der türkischen Bevölkerung in seinen Bann zu ziehen. Übertragen auf Deutschland würde das bedeuten, dass es auch hier mehrere Zehntausend Gülen-Anhänger gibt.

Mit eigenen Zeitungen, Zeitschriften und TV-Stationen ist die Werbung um Mitglieder zwischen München und Hamburg mindestens genauso intensiv wie in der Türkei. Und auf den ersten Blick klingt diese sogar ziemlich vielversprechend: Gülen bietet sich Deutschland und dem Westen als demokratische Variante des Islam an. Die wenigen verfügbaren Berichte aus dem Inneren der Bewegung sprechen jedoch eine andere Sprache. 

Nachhilfe plus Ideologie

Nahezu in jeder deutschen Stadt gibt es einen Nachhilfeverein, in dem Anhänger des Imams versuchen, Nachwuchs für Ihre Bewegung zu rekrutieren. Die Vereine geben sich nach außen weltanschaulich neutral, haben Namen wie Delphin, Optimum oder Avicenna und sind an guten Schülern interessiert, die durch ihren Unterricht zu sehr guten Schülern werden.

„Ich war eine gute Realschülerin und wollte bessere Noten“, erzählt etwa eine junge Frau, die bei Frankfurt aufwuchs. Durch den Unterricht in einem der Gülen-Nachhilfevereine hätten sich ihre Noten schnell verbessert. Doch S. merkte schon bald, worum es eigentlich ging: „Die wollten mir alles vorschreiben, meinen Willen brechen.“

Ein Motto des Predigers Gülen lautet: „Baut Schulen statt Moscheen.“ In Deutschland sind seine Anhänger dieser Direktive verpflichtet. Es gibt circa 120 Nachhilfevereine, zahlreiche private Schulen, Kindergärten und unzählige internatsähnliche Wohngemeinschaften, sogenannte Lichthäuser, in denen Jugendliche und Studenten unter spiritueller und geistiger Aufsicht nach den Lehren des Meisters leben. 

Das Irritierende daran ist, dass die von Gülen umworbenen türkischstämmigen Jugendlichen eigentlich geradezu dem Einwandererideal der deutschen Mehrheitsgesellschaft entsprechen: sie sind leistungs- und bildungsorientiert, wenden sich gegen alles, was einer extremistischen Auslegung des Islam nahekommt, und sprechen vorzüglich deutsch.

Quelle

Attentat in Nizza, Frankreich zum französischen Nationalfeiertag, 14.7.

​Eigentlich ein  Französischer Nationalfeiertag Fête Nationale de la France. Wird auch gefeiert. Aber… 

Ein weißer Lkw rast in Menschenmenge, bisher 75 Tote. 

​Das war ein weißer(!) Lkw. Was wäre, wenn es ein Schwarzer wäre?
Dieser Attentat ruft jetzt alle Antiterror-Experten auf den Plan.

Viele Millionen Islam-Experten warten auf den Startschuss der Medien.

Flag-Change-Mode activated. Working…

Je suis…

Ich bereite mich vor:
„Ich, Muslim distanziere mich, wie es von meinen christlichen Glaubensfreunden erwartet wird, von den Gewalttaten. Präventiv. Sollte es aber(!) ein geistig verwirrter Attentäter gewesen sein, darf der Disclaimer als nichtig angesehen werden.
Im zutreffenden Fall, dürfen meine muslimischen Freundinnen und Freunde gerne den Text kopieren und an beliebiger Stelle einfügen.
Oder: Vielleicht waren die Opfer nur Muslime. Dann wird die „Suppe“ in der medialen Welt 2 bis 3 Tage warm gehalten.

Dürfte ich nun etwas Satire, unter Berufung der Meinungs- und Kunstfreihit, einstreuen?
Nicht?
Wie geschmackvoll, lecker wäre es wohl?
Dann verzichte ich gerne auf Verbindungen zu Pokemon und dem Anschlag!
 
Darf ich an dieser Stelle die französische Regierung beklagen? Vielleicht größer denken und die westliche Politik anprangern, dass sie es allen Terroristen/Terrororganisationen gleichtun und keine, wie sie alle auch heißen mögen, abschwächen indem sie ihnen auf europäischer Bühne ein Forum bieten. Terror bleibt nämlich Terror, egal unter welchem Deckmantel.
Ich wünsche mir von der deutschen Politik, dass sie alle Terroristen
(auch PKK) verbieten und mit gleicher Härte verfolgen.
Wer betet aber im Tumult für die Hinterbliebenen?
Was generell tun, um solche Gräueltaten erst gar nicht entstehen zu lassen?
Das irgendetwas schief läuft, braucht keinen Anwalt zur Bestätigung.

Persönlich bin ich mehr als erschüttert. Dabei entscheidet für mich(!) nicht die Anzahl/Vielzahl der Toten, auch nicht die geographische Lage des Attentats, so wie viele „Experten“ bisher kundtaten, sondern die Menschlichkeit, die in der Tat abhanden kommt.

Ich trauere, um der Wahrheit- und Gerechtigkeit willen.

Ich hoffe, dass ich nachts nicht mehr wach werde, um etwas zu trinken.
Und mich neugierig auf mein Smartphone stürze, um zu bestätigen, dass die Welt in Ordnung ist- nicht.

Hakan S.

Bundestag spricht von Völkermord

Die Tagesschau kommentiert die Doppelmoral Deutschlands.

Die Tagesschau erklärt kurz den Begriff des Völkermordes.

Interessante Unterhaltung im querdenken.tv.

Ein Ehrenmann, Fatih Zingal. Sehr redegewandt. Gefällt mir. Ruhige und inhaltliche Aussagen. Wir brauchen mehr von ihm.

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