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von der Leyen Tragik, nicht komisch 

Passend zum aktuellen Umstand, dass man nun mehrere Milliarden in den Krieg investieren müsse, möchte ich ein Zitat von Christian Morgenstern wiedergeben. Zuvor aber ein Zitat aus einem Interview von einem weniger weisen Menschen, Ursula von der Leyen:

»Es gibt mehrere Gründe, warum wir mehr tun müssen. Jeder sieht die deutlich verschärfte Sicherheitslage um uns herum, von der Annexion der Krim im Osten über den fürchterlichen IS-Terror bis hin zur Flüchtlingskrise. Hinzu kommen neuartige Bedrohungen, etwa durch Cyber-Angriffe. Unsere Parlamentsarmee ist gefordert wie nie.« 

(Ruhrnachrichten vom 18.2.2017)

Dabei ist der Westen für die „verschärfte Sicherheitslage“ mitverantwortlich: Eroberungskriege: Kosovo, Afghanistan, Irak, Libyen, Syrien,…. Eine  Bilanz dieser Kriege: Mittlerweile 1,5 Millionen Menschenleben. Überlebende mit zerstörtem Leben nicht inbegriffen. 

Und hier das eingangs versprochene Zitat:

Lehrer-Komödie: 

„Die Armut der Lehrer, während die Staaten Unsummen für die Wehrmacht hinauswerfen. Da sie nur Lehrer für 600 Mark sich leisten können, bleiben die Völker so dumm, daß sie sich Kriege für 60 Milliarden Mark leisten müssen.“

Attentat in Nizza, Frankreich zum französischen Nationalfeiertag, 14.7.

​Eigentlich ein  Französischer Nationalfeiertag Fête Nationale de la France. Wird auch gefeiert. Aber… 

Ein weißer Lkw rast in Menschenmenge, bisher 75 Tote. 

​Das war ein weißer(!) Lkw. Was wäre, wenn es ein Schwarzer wäre?
Dieser Attentat ruft jetzt alle Antiterror-Experten auf den Plan.

Viele Millionen Islam-Experten warten auf den Startschuss der Medien.

Flag-Change-Mode activated. Working…

Je suis…

Ich bereite mich vor:
„Ich, Muslim distanziere mich, wie es von meinen christlichen Glaubensfreunden erwartet wird, von den Gewalttaten. Präventiv. Sollte es aber(!) ein geistig verwirrter Attentäter gewesen sein, darf der Disclaimer als nichtig angesehen werden.
Im zutreffenden Fall, dürfen meine muslimischen Freundinnen und Freunde gerne den Text kopieren und an beliebiger Stelle einfügen.
Oder: Vielleicht waren die Opfer nur Muslime. Dann wird die „Suppe“ in der medialen Welt 2 bis 3 Tage warm gehalten.

Dürfte ich nun etwas Satire, unter Berufung der Meinungs- und Kunstfreihit, einstreuen?
Nicht?
Wie geschmackvoll, lecker wäre es wohl?
Dann verzichte ich gerne auf Verbindungen zu Pokemon und dem Anschlag!
 
Darf ich an dieser Stelle die französische Regierung beklagen? Vielleicht größer denken und die westliche Politik anprangern, dass sie es allen Terroristen/Terrororganisationen gleichtun und keine, wie sie alle auch heißen mögen, abschwächen indem sie ihnen auf europäischer Bühne ein Forum bieten. Terror bleibt nämlich Terror, egal unter welchem Deckmantel.
Ich wünsche mir von der deutschen Politik, dass sie alle Terroristen
(auch PKK) verbieten und mit gleicher Härte verfolgen.
Wer betet aber im Tumult für die Hinterbliebenen?
Was generell tun, um solche Gräueltaten erst gar nicht entstehen zu lassen?
Das irgendetwas schief läuft, braucht keinen Anwalt zur Bestätigung.

Persönlich bin ich mehr als erschüttert. Dabei entscheidet für mich(!) nicht die Anzahl/Vielzahl der Toten, auch nicht die geographische Lage des Attentats, so wie viele „Experten“ bisher kundtaten, sondern die Menschlichkeit, die in der Tat abhanden kommt.

Ich trauere, um der Wahrheit- und Gerechtigkeit willen.

Ich hoffe, dass ich nachts nicht mehr wach werde, um etwas zu trinken.
Und mich neugierig auf mein Smartphone stürze, um zu bestätigen, dass die Welt in Ordnung ist- nicht.

Hakan S.

10.2.1999 Türkei im Jetzt und von vor fast zwei Jahrzehnten

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Laut Ahmet Kayas eigenen Angaben auf seiner privaten Webseite passierte am 10. Februar 1999 Folgendes:

1999 habe Ahmet Kaya auf einer Gala der Magazin Gazetecileri Derneği, auf der er als „Staatskünstler“ der Türkei ausgezeichnet werden sollte, erklärt, dass er kurdischer Abstammung sei und beabsichtige, in seinem kommenden Album ein kurdisches Lied zu singen, zu dem er auch ein Video drehen möchte. Von der türkischen Prominenz wurde er dafür ausgebuht und ausgepfiffen.

Ahmet Kaya versuchte sich mit dem folgenden Satz zu verteidigen:

Ben bin yıldır bir arada yaşayan Türk ve Kürt halklarının kardeş olduğunu, binlerce yıl daha bir arada yaşayacağına ve yaşaması gerektiğine inandığımı her yerde söyledim. „Biz bu ülkeyi böldürtmeyeceğiz de söyledim.

Ich gab überall und immer kund, dass ich daran glaube, dass Türken und Kurden tausend Jahre friedlich zusammenleben, und dass dies auch Tausende Jahre so fortfahren wird. Aber ich gab auch schon sehr lange kund: ‚Wir werden es nicht zulassen dieses Land zu trennen (teilen, spalten)‘.

Daraufhin bewarf ihn die türkische Sängerin Ebru Gündeş mit Messer und Gabel. Serdar Ortaç, der nach der Preisverleihung Ahmet Kayas einen Auftritt hatte, sang als Protest gegen den Sänger eine geänderte Version eines seiner Lieder, in die er unter anderem folgende Sätze eingebaut hatte:

Bu devirde kimse sultan değil padişah değil. Atatürk yolunda Türkiye! Bu vatan bizim, ellerin değil!

In dieser Epoche gibt es weder Sultan noch Padischah. Die Türkei ist auf dem Weg Atatürks! Dieses Vaterland gehört uns, nicht anderen!

Eine weitere türkische Prominente, Şenay Düdek, beschimpfte Ahmet Kaya als „Sünnetsiz pezevenk“ (unbeschnittener Zuhälter). Nachdem Märsche wie 10. Yıl Marşı abgespielt wurden, verließen Ahmet Kaya und seine Frau, beschützt von einigen Personen, unter Panik die Veranstaltung.

Wegen seiner Rede an dem Abend drohten ihm bis zu 12 Jahre Haft. Nach einer Kampagne der Presse gegen ihn und einigen Morddrohungen verließ er 1999 die Türkei.

Sein Leben im Exil
Sein Leben im Exil war geprägt von Depression und Einsamkeit; er war in einem Land (Frankreich), das ihm völlig fremd war. Er versprach seinen Fans, bald mit einem neuen Album zurück in die Türkei zu kommen und verfasste außerdem eine Gedichtssammlung. Beide wurden jedoch erst nach seinem Tod veröffentlicht.

Im europäischen Exil trat er hauptsächlich vor kurdischem Publikum auf und gab Konzerte bei kulturellen Feierlichkeiten. Seine letzte Reportage wurde auf dem kurdischen Sender MEDYA TV ausgestrahlt. Ahmet Kaya starb 2000 in Paris an einem Herzinfarkt und wurde auf dem Friedhof Père Lachaise beigesetzt. Viele Menschen nahmen an der Beerdigung teil und der kurdische Sänger Şivan Perwer sang zu Kayas Ehren das Lied „Agiri“. Sein Grab befindet sich auf demselben Friedhof, auf dem auch Yılmaz Güney und viele andere berühmte Persönlichkeiten ruhen.

Posthum
Die türkische AKP-Regierung unternahm einige Versuche, um Ahmet Kaya zu rehabilitieren und überlegte unter anderem 2009 seinen Leichnam in die Türkei zu überführen. Die Verleihung einer hoch dekorierten Auszeichnung (Cumhurbaşkanlığı Kültür ve Sanat Büyük Ödülleri) durch den türkischen Präsidenten Abdullah Gül Ende Oktober 2013 war ein weiterer Schritt. Proteste gegen diese Verleihung kamen vor allem von der nationalistischen MHP. Parallel verkündete der Verein Magazin Gazetecileri Derneği 2012 die Stiftung eines Ahmet-Kaya-Preises.

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flyerprogramm6.9.15 – ein schönes Datum!

Er kann
Sie kann
Hakan

Ein guter Anlass am heutigen Tag, zum Familienfest in Ickern mich persönlich vorzustellen und die obige Aussage mit Inhalten zu füllen.
Es hieß beispielsweise:
– „Er kann, Sie kann…“ Dann ich: „Ja, und wo ist Hakan?“
– „Ja was kann er denn?“
– „Dein Plakat ist der Hammer.“
– „Super Spruch, prägt sich ein!“
usw. …

Während und zwischen den Gesprächen außerdem mit interessanten Menschen gesprochen. Kritische Fragen nebst skeptischen Blicken. Es passte heute einfach rundum. Die Resonanz war und ist unglaublich positiv.

Ich wurde die vergangenen Tage außerdem nach einem Programm meinerseits gefragt: Sollte auf dem Bild wenig zu erkennen sein, so kann man es auch als pdf runterladen:
http://www.soenger.de/ErkannSiekannHakan.pdf

Ich werde mit diesem Post den/die ein oder andere/n erreichen. Ich möchte mich bei allen Anwesenden bedanken. Das Fest war super organisiert. Dank an M. Frese. Das Wetter zwischendurch minder schön. Die gute Laune aber hat alles wieder wett gemacht. Das Interesse der Bürgerinnen und Bürger war durchweg hoch. Nils Bettinger (Gegenkandidat der FDP) zum Glück in greifbarer Nähe, denn auch die Gespräche mit und seinen fleißigen Helfern waren sehr abwechslungsreich.

Ich bin jetzt sehr erschöpft, muss was für dich Schule abschließend was vorbereiten. Sonst gibt es Ärger mit Johanna. „smile“-Emoticon

Ich würde mich freuen, wenn du meinen Flyer, mein Programm liest und ggf. weiterleitest. Unsere Bürgerinnen und Bürger Castrop-Rauxels sollten wissen, dass es nicht nur bei dem ErkannSiekannHakan-Spruch bleibt, sondern dass viele soziale Themen mich beschäftigen. Und diese Wichtigkeit soll anhand des Programms erkennbar sein.
Solltest du Fragen haben, dann kannst du dich gerne bei mir melden.

Meine Stimme ist deine Stimme!
Lasst uns gemeinsam – heute in einer Woche, 13.9.2015 – gemeinsam eine Stimme sein!

DANKE!!!